Das (ich) kann warten …


Dabei kann Warten etwas unglaublich Besinnliches sein …

Abwarten; Foto: Ines Külper

Abwarten; Foto: Ines Külper

Der Advent bedeutet genau das, Warten auf etwas Besonderes. Und ob wir es mögen oder nicht, dieses „warten“ stellt etwas mit uns an. Es macht uns klar, dass nicht alles in unserer Kontrolle liegt. Es bringt uns einen Moment Ruhe. Warten lässt uns auch nachdenklich werden, es kann sogar Zweifel bringen. In diesem Moment des inneren Warteraums stellen wir uns plötzlich ganz neue Fragen. Treffe ich die richtigen Entscheidungen? Verläuft mein Lebensweg eigentlich so, wie ich es will? Was brauche ich wirklich um glücklich zu sein?

Warten ist ein Prozess, der etwas in uns anstoßen kann und oft sind wir zu hektisch und zu unsicher, um das als etwas Positives anzunehmen. Warten kann einem seine wirklichen Wünsche und Bedürfnisse aufzeigen. Warten ist etwas, das Mut und Geduld verlangt. Beides Tugenden, die wie das Warten auch vom Aussterben bedroht sind.
Das Schöne ist ja, das am Ende der Wartezeit oft eine Belohnung steht. Doch wenn man sich wirklich damit beschäftigt, wird man feststellen, dass das Warten selbst, dieser kleine Moment der Ruhe und Vorfreude, eine Belohnung sein kann.

In einer Zeit, in der man alles sofort haben kann, ist ein bewusstes Warten eine selbst bestimmte Entscheidung. Man nimmt sich die Zeit, zum Nachdenken, zum Einfach-nur-da-sein, zur Dankbarkeit. Und dann stellt man fest, dass dieses Warten eigentlich eine ziemlich schöne Sache  sein kann.

(Text: Laura Külper)

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Auf den nächsten Beitrag bitte bis morgen WARTEN!