Workshop mit Naomi Feil in der FU Berlin


Am 28. März gab es in der Freien Universität Berlin einen Workshop mit Naomi Feil,der Begründerin der Validations-Methode.1200 Teilnehmer bgrüßten die 80-jährige mit frenetischem Applaus. Ihre charismatische Art Validation zu erklären, durch schauspielerische Szenen darzustellen und durch Einbindung der Teilnehmer zu üben, machten diesen Tag für mich und viele andere Teilnehmer zu einem ganz besonderen.

Naomi Feil

“Sie wurde 1932 in München geboren und wuchs in dem von ihrem Vater geführten Montefiore-Altersheim in Cleveland, Ohio, auf; die Mutter leitete dort die Abteilung für Sozialarbeit. Nach dem Erwerb des Masters Degree für Sozialarbeit an der Columbia University in New York begann Frau Feil ihre Arbeit mit alten Menschen. Frau Feil empfand die traditionellen Arbeitsmethoden mit ernstlich desorientierten sehr alten Menschen – ihren Klienten – als unbefriedigend und entwickelte aus diesem Grund zwischen 1963 und 1980 die Validations-Methode.

Was ist Validation?

Validation ist eine Methode, um mit desorientierten, sehr alten Menschen zu kommunizieren. Diese Technik hilft Streß abzubauen und ermöglicht diesem Personenkreis, Würde und Glück wiederzuerlangen. Validation basiert auf einem empathischen Ansatz und einer ganzheitlichen Erfassung des Individuums. Indem man “in die Schuhe” eines anderen Menschen schlüpft und “mit seinen Augen sieht”, kann man in die Welt der sehr alten, desorientierten Menschen vordringen und die Gründe für ihr manchmal seltsames Verhalten enträtseln.

Die Validations-Theorie hilft uns zu verstehen, daß viele sehr alte, desorientierte Menschen mit der Diagnose Demenz vom Typus Alzheimer sich im Endstadium ihres Lebens befinden und danach streben, unerledigte Aufgaben aufzuarbeiten, um in Frieden zu sterben. Diese letzten Anstrengungen sind von wesentlicher Bedeutung und wir Validations-Anwender können sie dabei unterstützen. Mittels der Validations-Techniken bieten wir ihnen die Möglichkeit, sich verbal oder nonverbal auszudrücken. Validations-Anwender sind fürsorglich, sie urteilen nicht und stehen den geäußerten Gefühlen offen gegenüber. Wenn Ältere, desorientierte Menschen Gefühle ausdrücken können, die sie oft jahrelang unterdrückt hatten, nimmt die Intensität dieser Gefühle ab, sie kommunizieren besser und werden weniger häufig in ein fortgeschrittenes Stadium der Desorientierung abgleiten.” *1

Quelle:  *1: http://www.validation-eva.com

Auch am Ende des Tages gab es  Standing ovation. Wer die Möglichkeit hat, an einem Workshop mit Naomi Feil teilzunehmen,… ich kann es nur empfehlen!

 

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