Auf gute Nachbarschaft


Aktive Zusammenarbeit zwischen der Heinrich-Ferdinand-Eckert-Schule und dem Nachbarschaftstreff Kiezoase

Im Rahmen der Woche des bürgerlichen Engagements fand in der Kiezoase-Nachbarn für Nachbarn ein Tag der offenen Tür statt.
Diese Gelegenheit wurde genutzt, um ein gemeinsames Projekt vorzustellen, welches auf Initiative von Judith Becker ( Stützrad e. V.) und Ines Külper (social m) entstand und bei einer Ausschreibung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg den Zuschlag erhalten hat.
Hintergrund für die Projektidee war der Schulhof der Heinrich-Ferdindand-Eckert-Schule.Dieser bietet bisher keinerlei Sitzmöglichkeiten und erscheint auch sonst recht karg. Zudem gibt es seit Einzug der Schule in das Schulgebäude im November 2009 Bauarbeiten auf dem rechten Teil des Schulhofes für den Anbau. Damit ist der Schulhof zusätzlich stark verkleinert.
Schüler und Nachbarn wollen unter fachkundiger Leitung Baumbänke für die Kiezoase und den Schulhof bauen. Diese Baumbänke sind von der Gestaltung her innovativ und interaktiv, das heißt, aufgrund des ausgeklüglten Leitersystems sind sie höhenverstellbar und sowohl als Bank , Tisch oder Baumhaus nutzbar. Die Anleitung dazu, sowie die praktische Umsetzung findet im Rahmen der Modellbau-AG der Schule unter der Leitung von Herrn Patzke (Schulservicelabor) statt.
Weiterhin wird die alte Volleyballanlage, die zur Kiezoase gehört, wieder funktionstüchtig gemacht. Dazu wird der Sand von Nachbarn und Schülern durchgesiebt. Die Wohnungsgesellschaft Mitte mbH unterstützt dieses Vorhaben finanziell und materiell sehr großzügig. Der Zaun zur Schule wird eine Verbindungstür erhalten, so dass die Schüler in den Freiblöcken die Anlage sportlich nutzen können.
Neben den praktischen Tätigkeiten gibt es auch noch eine künstlerische Komponente. Zur Verschönerung der Volleyballanlage ist eine Zusammenarbeit mit Graffitikünstlern geplant. Ziel ist es, die angrenzende Wand künstlerisch so zu gestalten, dass sie später interaktiv bei der Nutzung der Volleyballfläche einbezogen werden kann. So kann zum Beispiel ein Handballtor und eine Torwand gesprayt werden, welches Kinder, Jugendliche und Ältere bei der sportlichen Betätigung mit einbeziehen können. Die Schüler entwerfen im Kunstunterricht oder in der AG Modellbau erste Ideen, die dann mit den Künstlern besprochen werden. Für die Auswahl und praktische Umsetzung sind die Künstler verantwortlich.
Erfahrungsgemäß zeigen die Schüler dieser Altersgruppe sehr großes Interesse an Graffiti. Über diesen Weg sollen sie lernen, wie man ein solches Vorhaben plant und durchführt, wie viel Arbeit und Können hinter einem professionellen Graffiti steckt. Zum Abschluss der Arbeiten und zur Feier der Neugestaltung werden wir ein gemeinsames Fest veranstalten. Dazu werden unter anderem auch Schüler und Nachbarn in der Lernküche der Schule Kulinarisches zubereiten.
Wir hoffen, dass sich die Zusammenarbeit positiv auf das Miteinander auswirkt, Arbeit und Gegenstände geachtet werden und durch den regelmäßigen persönlichen Kontakt der unterschiedlichen Generationen ein Gefühl und Respekt füreinander entsteht. Dies wäre ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung der Jugendlichen, ein Zeichen für Toleranz, aber auch ein Beispiel für den großen Stellenwert ehrenamtlichen Engagements aller Altersgruppen in der Stadt.

Mehr Informationen gibt es in der Kiezoase, die Montag bis Freitag am Nachmittag geöffnet ist.
Sie finden uns im Innenhof der Häuser Höchste Str./ Georgenkirchstr./ Barnimstr.)

Kommen Sie doch mal vorbei !